Edelstein-Wert prüfen lassen

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Ihren Edelstein prüfen lassen können Sie durch diverse Methoden für das Prüfen von Edelsteinen in der sog. Gemmologie (Edelsteinkunde). Das sind z. B.: Brechungs-Index, Spektral-Analyse, Chelsea Filter, Fluoreszenz, Magnetismus, Härtebestimmung, Strichtest, Dichtemessung, Radioaktivität bei Edelsteinen, Isotropie. 

Die Arten der Prüfermittlung

Brechungs-Index

Durch einen Refraktometer misst man den Brechungsindex von Mineralien und Edelsteinen. So erfährt man den jeweiligen Refraktor-Index, und durch ihn und einer RI-Tabelle kann man den Stein (lose geschliffene und ungeschliffene Steine) identifizieren. 
Gefasste Steine kann man beispielsweise durch den Tester Presidium Gem messen.

Spektral-Analyse

Durch einen Spektroskop bestrahlt man mit weißem (Licht) einen Edelstein. Man bekommt ein Farb-Spektrum, das man und mit Vorlage-Spektrum vergleicht. So identifiziert man den Stein oder Mineral. 

Chelsea Filter

Ein Chelsea Filter nutzt die sog. optischen Eigenschaften mancher Edelsteine und so erkennt man sie eindeutig. Unter der Anwendung von UV-Licht zeigen die Steine diverse Fluoreszenz-Farben, anhand dieser Farben kann man sie dann identifizieren. 
Diese UV-Methode ist allerdings nicht die finale Möglichkeit für die Identifikation. 

Magnetismus

Manche Mineralien und Edelsteine reagieren wegen ihres metallischen Anteils auf starke Magneten, und so kann man sie identifizieren bzw. unterscheiden.

Härtebestimmung

Bei der Härtebestimmung (genauer nach Mohs) handelt es sich um kein endgültiges Verfahren zum Identifizieren von Edelsteinen oder Mineralien. Man kann es jedoch sicher als Ausschlussverfahren nutzen. z.B. falls ein angeblicher Diamant durch einen Quarz geritzt werden kann, dann hat man keinen Diamanten.

Als zusätzliche Hilfemethoden zum weiteren eindeutigen Identifizieren nutzt man beispielsweise Spektroskop, Refraktometer, Dichtemessung etc.

Strichtest

Unter Strichfarbe (oder Strich) wird die Farbe vom Mineralpulver bezeichnet, diese einfache Bestimmungsmethode wird zum Unterscheiden von Mineralen genutzt.
Es wird an raue und unglasierte Porzellanfläche gerieben. Dieser Abrieb zeigt dann eine spezifische Farbe (nicht selten verschieden als die des Minerals).

Alternativ kann man bei härteren Mineralien statt dem Abreiben einen Mörser nutzen. Bei gefassten und geschliffenen Steinen soll man diese Methode nicht anwenden, sonst beschädigt man sie.

Dichtemessung

Dieses Prinzip ist auf einem Verdrängen der in ihrem Gefäß sich befindenden Flüssigkeit basiert. Man wiegt zuerst das leere oder das mit der Flüssigkeit volle Gefäß und dann gibt man den zu messenden Körper in Ihr Gefäß. Durch die Gewichtsunterschiede lassen sich sowohl die Dichte als auch das spezifische Gewicht vom Körper ausrechnen. 

Radioaktivität bei Edelsteinen

Dank der natürlichen Radionukliden, die sich in der Erde befinden, entstehen die Farben der Halbedel- und Edelsteine. Durch künstliche, zusätzliche Bestrahlung kann man die Farben verstärken.

Laut dem Umweltbundesamt sollte man jedoch keine durch Neutronen bestrahlte Edelsteine tragen, um die Strahlenbelastung zu minimalisieren.

Isotropie

Durch einen Polariskop kann man geschliffene oder rohe Edelsteine bestimmen. Durch 2 Polarisations-Filtern beobachtet man die optischen Eigenschaften und Struktur der Steine. 

Dann vergleicht man das Farb-Spektrum mit Vorlage-Spektrum, und kann dann den Stein einer der 4 Gruppen zuordnen.

Ein Unternehmen, dass in diesem Zusammenhang gute Arbeit leistet und mir bereits bei der Wertermittlung vom Schmuck meiner verstorbenen Großmutter helfen konnte heißt Edelsteinprüflabor Niedersachsen.